Austin, Texas

Augen zu und durch …
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Was ist denn da passiert, …

Martin Becker | June 22, 2010
Was ist denn da passiert, fragt ihr euch bestimmt. Und ich bin mir auch nicht wirklich sicher. Ich hatte seit einiger Zeit, mittlerweile ist das fast ein halbes Jahr, weder die Geduld noch den richtigen Moment gefunden, mich auf meinen Hosenboden zu setzen und ein paar Einträge zu verfassen. Im Moment sitze ich gerade am Flughafen in Austin und mir ist langweilig. Meine kleine dunkle Wolke hat sich nämlich gedacht, gewitzt wie die gute eben ist, dass man den Martin ganz gut in Chicago abfangen kann und hat sich ein bisschen beeilt. Jetzt lungert sie gerade über den Great Lakes herum und macht den Leuten im Norden Probleme mit dem Wetter. Meinen Anschlussflug werde ich jedoch, angeblich zumindest, noch bekommen: Ätsch!
Vorraussichtlich werde ich also am 22 Juni um 05:45 in Frankfurt ankommen. Außer meine Wolke wird noch kreativ.
Was habe ich also das letzte halbe Jahr so getrieben? Im Prinzip nicht viel. Und trotzdem gibt es eine Menge zu erzählen. Hier vorerst ein paar Höhe- oder Tiefpunkte:
Schulisch hatte das letzte Semester gute Aussichten: zwei Vorlesungen, die ich mir evtl. in Würzburg anrechnen lassen kann und ein Forschungskurs in dem ich für meine Diplomarbeit vorarbeiten kann. So weit so gut. Der eine Kurs, ohne Klausuren und ohne richtige Hausaufgaben, wurde zur Hälfte des Semesters umstrukturiert. Also hatten wir propt zwei Klausuren und ein paar nervige Hausaufgaben. Das ganze dann natürlich in der Spring Break in der ich nun wirklich etwas anderes vorhatte. Die zweite Vorlesung war knüppelhart und hat mit Monsterprojekten um sich geschlagen. Dementsprechend hat der Forschungskurs gelitten. Darüber hinaus habe ich einen Artikel ausgegraben, der im Prinzip das erschlägt was ich bauen wollte. So in etwa zumindest. Meine Beteuer meinten zwar, dass ich wohl trotzdem weiter machen kann, aber ich glaube, ich habe keine Lust mehr und suche mir etwas anderes. Es gibt aber auch ein paar gute Dinge: ich hatte einen Pianokurs in dem ich viel gelernt habe und bin jetzt ein “Master Diver”!
Während der Spring Break war South by South-West (SXSW). Ein rießen Musik- und Filmfestival. Da kann man entweder 800$ zahlen oder freiwillig arbeiten, um Alles zu sehen. Oder man geht nur zu den kostenlosen Veranstaltungen und Attraktionen, was VÖLLIG ausreicht, wenn man nicht zwei Wochen, 24 Stunden am Tag aktiv sein möchte. Wir waren auf einiges Konzerten und haben unter anderem das Lied “I love you to love me …” und die dazugehörige Band gesehen. Fragt mich nicht nach dem richtigen Namen des Liedes oder der Band. Vielleicht komme ich später noch darauf. Ausserdem bin ich in der neusten Corvette durch die Gegend gedüst… einmal um den Block bei stop-and-go Verkehr. Klasse, oder?
Das Schuljahr habe ich dann nach der Spring Break mit ein bisschen Stress recht gut abgeschlossen. Bis auf meinen Diplomarbeitversuch zumindest. Als dann alles vorbei war, hatte ich noch ein paar wirklich tolle Tage:
In einem coffee shop eines Freundes (Jake) haben wir Gitarre gespielt und gesungen. Wir hatten auch ein eigenes Lied. Mangels Übungs ist das allerdings ganz schön in die Hose gegangen. Insgesamt war das aber trotzdem total lustig. Wir waren dann auch bei Jake zu Hause. Der wohnt in der Pampa, hat aber einen Fluss und einen dazugehörigen Strand gleich hinter seinem Haus. Jake kommt übrigens auch nach Würzburg zum Studieren nächstes Semester!
Nachdem wir das hinter uns gebracht hatten, ging es dann in zwei National Parks: zuerst Big Bend unten bei Mexico in der Wüste. Da waren 40°C an der Tagesordnung und wir sind Berge hoch gekletttert und haben uns Canyons angesehen. Dannach sind wir 12 Stunden nach Colorado gefahren und sind im Rocky Mountains National Park im Schnee herum gestappft. Dabei haben wir auch mal den Weg verloren und einen Berg auf der falschen Seite umrundet. Da haben uns dann durch Flüsse, Sumpfgebiete und Steinhügel gekämpft und sind bis zur Hüfte im Schnee eingesunken. Stellenweise mussten wir Schneewehen von ein paar Meter Höhe überwinden. Wir haben allerdings überlebt, obwohl wir beim Essen schon ganz schön zurückstecken mussten. Die wundervollen Aussichten haben jeglich Strapaze jedoch mehrfach aufgewogen und wir hatten wirklich eine tolle Zeit.
Als wir dann nach Hause (Deutsches Haus) gekommen sind war Entspannen angesagt: jeden Tag Fussball schauen und am den universitäts-internen Pool herum liegen. Ach ja, das hätte ich noch ein bisschen länger ausgehalten. Und falls ihr auch gerne mal ein WM-Spiel anschaut, bei dem die Deutschen nicht spielen, kann ich die Brasilienspiele empfehlen. Sucht euch eine Bar mit ein paar Brasilanern und ab geht die Post.
Ich bin mitlerweile auch in Chicago angekommen. Meine Wolke hat sich wohl nicht genug angestrengt. Dementsprechend komme ich wie geplant in Deutschland an. Bis dann; mal sehen wer so da ist.

Was ist denn da passiert, …Was ist denn da passiert, fragt ihr euch bestimmt. Und ich bin mir auch nicht wirklich sicher. Ich hatte seit einiger Zeit, mittlerweile ist das fast ein halbes Jahr, weder die Geduld noch den richtigen Moment gefunden, mich auf meinen Hosenboden zu setzen und ein paar Einträge zu verfassen. Im Moment sitze ich gerade am Flughafen in Austin und mir ist langweilig. Meine kleine dunkle Wolke hat sich nämlich gedacht, gewitzt wie die gute eben ist, dass man den Martin ganz gut in Chicago abfangen kann und hat sich ein bisschen beeilt. Jetzt lungert sie gerade über den Great Lakes herum und macht den Leuten im Norden Probleme mit dem Wetter. Meinen Anschlussflug werde ich jedoch, angeblich zumindest, noch bekommen: Ätsch!
Vorraussichtlich werde ich also am 22 Juni um 05:45 in Frankfurt ankommen. Außer meine Wolke wird noch kreativ.
Was habe ich also das letzte halbe Jahr so getrieben? Im Prinzip nicht viel. Und trotzdem gibt es eine Menge zu erzählen. Hier vorerst ein paar Höhe- oder Tiefpunkte:
Schulisch hatte das letzte Semester gute Aussichten: zwei Vorlesungen, die ich mir evtl. in Würzburg anrechnen lassen kann und ein Forschungskurs in dem ich für meine Diplomarbeit vorarbeiten kann. So weit so gut. Der eine Kurs, ohne Klausuren und ohne richtige Hausaufgaben, wurde zur Hälfte des Semesters umstrukturiert. Also hatten wir propt zwei Klausuren und ein paar nervige Hausaufgaben. Das ganze dann natürlich in der Spring Break in der ich nun wirklich etwas anderes vorhatte. Die zweite Vorlesung war knüppelhart und hat mit Monsterprojekten um sich geschlagen. Dementsprechend hat der Forschungskurs gelitten. Darüber hinaus habe ich einen Artikel ausgegraben, der im Prinzip das erschlägt was ich bauen wollte. So in etwa zumindest. Meine Beteuer meinten zwar, dass ich wohl trotzdem weiter machen kann, aber ich glaube, ich habe keine Lust mehr und suche mir etwas anderes. Es gibt aber auch ein paar gute Dinge: ich hatte einen Pianokurs in dem ich viel gelernt habe und bin jetzt ein “Master Diver”!
Während der Spring Break war South by South-West (SXSW). Ein rießen Musik- und Filmfestival. Da kann man entweder 800$ zahlen oder freiwillig arbeiten, um Alles zu sehen. Oder man geht nur zu den kostenlosen Veranstaltungen und Attraktionen, was VÖLLIG ausreicht, wenn man nicht zwei Wochen, 24 Stunden am Tag aktiv sein möchte. Wir waren auf einiges Konzerten und haben unter anderem das Lied “I love you to love me …” und die dazugehörige Band gesehen. Fragt mich nicht nach dem richtigen Namen des Liedes oder der Band. Vielleicht komme ich später noch darauf. Ausserdem bin ich in der neusten Corvette durch die Gegend gedüst… einmal um den Block bei stop-and-go Verkehr. Klasse, oder?
Das Schuljahr habe ich dann nach der Spring Break mit ein bisschen Stress recht gut abgeschlossen. Bis auf meinen Diplomarbeitversuch zumindest. Als dann alles vorbei war, hatte ich noch ein paar wirklich tolle Tage:In einem coffee shop eines Freundes (Jake) haben wir Gitarre gespielt und gesungen. Wir hatten auch ein eigenes Lied. Mangels Übungs ist das allerdings ganz schön in die Hose gegangen. Insgesamt war das aber trotzdem total lustig. Wir waren dann auch bei Jake zu Hause. Der wohnt in der Pampa, hat aber einen Fluss und einen dazugehörigen Strand gleich hinter seinem Haus. Jake kommt übrigens auch nach Würzburg zum Studieren nächstes Semester!Nachdem wir das hinter uns gebracht hatten, ging es dann in zwei National Parks: zuerst Big Bend unten bei Mexico in der Wüste. Da waren 40°C an der Tagesordnung und wir sind Berge hoch gekletttert und haben uns Canyons angesehen. Dannach sind wir 12 Stunden nach Colorado gefahren und sind im Rocky Mountains National Park im Schnee herum gestappft. Dabei haben wir auch mal den Weg verloren und einen Berg auf der falschen Seite umrundet. Da haben uns dann durch Flüsse, Sumpfgebiete und Steinhügel gekämpft und sind bis zur Hüfte im Schnee eingesunken. Stellenweise mussten wir Schneewehen von ein paar Meter Höhe überwinden. Wir haben allerdings überlebt, obwohl wir beim Essen schon ganz schön zurückstecken mussten. Die wundervollen Aussichten haben jeglich Strapaze jedoch mehrfach aufgewogen und wir hatten wirklich eine tolle Zeit.Als wir dann nach Hause (Deutsches Haus) gekommen sind war Entspannen angesagt: jeden Tag Fussball schauen und am den universitäts-internen Pool herum liegen. Ach ja, das hätte ich noch ein bisschen länger ausgehalten. Und falls ihr auch gerne mal ein WM-Spiel anschaut, bei dem die Deutschen nicht spielen, kann ich die Brasilienspiele empfehlen. Sucht euch eine Bar mit ein paar Brasilanern und ab geht die Post.
Ich bin mitlerweile auch in Chicago angekommen. Meine Wolke hat sich wohl nicht genug angestrengt. Dementsprechend komme ich wie geplant in Deutschland an. Bis dann; mal sehen wer so da ist.

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Ready, Steady … Go!

Martin Becker | December 2, 2009

Eigentlich wollte ich mich gestern Abend hinsetzen und ein paar Worte schreiben und heute ordentlich arbeiten. Das hat nicht ganz geklappt, also schreibe ich heute. Leider spricht die Situation nicht ganz für mich. Ich sollte ja arbeiten. Nun ja.

Wie werde ich mit den ganzen Notizen umgehen, die ich gemacht habe? Mit jedem neuen Artikel werde ich eine Notiz nach der anderen abarbeiten und einen entsprechenden Hinweis geben. Der Notizen Artikel sollte dann nach und nach ein schön langer Aufsatz werden und hoffentlich einige Bilder beinhalten.

Für heute werde ich mich darauf beschränken ein bisschen über meine Noten zu heulen und mich noch ein bisschen über mein Schicksal beschweren.

Das ganze fängt damit an, dass ich es mir viel zu gut gehen habe lasse. Das sollte meine lange Liste an tollen Notizen und die vorherigen Artikel klar gemacht haben. Dementsprechend bin ich mit meiner Diplomarbeit und zugehörigen diplomatischen Angelegenheiten nicht sonderlich weit gekommen. Darüber hinaus darf ich mich in den nächsten beiden Wochen um zwei Projekte bemühen. An einem von beiden arbeite ich schon ein bisschen. Am Ende soll je ein konferenz-reifer Artikel dabei herauskommen. Ich bin allerdings, glaube ich, nicht der Einzige, der das nicht auf die Reihe bekommen wird. Die nächsten beiden Wochen werden auf jeden Fall noch lustig. Man muss allerdings dazu sagen, zumindest rede ich mich das ein, dass das Semester etwas chaotisch war. Zuerst habe ich versucht sämtliche “Reading Assignments” wirklich durchzuziehen. Das hat sich als völlig verrückt herausgestellt. Kaum hatte ich das verstanden, hat einer der Professoren angefangen richtig Hausaufgaben aufzugeben. Und einfach auf einen Professor einreden, klappt auch nicht so gut, wenn man keinen wirklichen Plan hat. Naja ich war aber auch etwas faul zwischen durch. Mit etwas mehr Disziplin und Motivation wäre um einiges mehr gegangen. Außerdem habe ich in einer meiner Klausuren das Feld von hinten (fast) angeführt. Blöd anstellen kann ich mich nämlich darüber hinaus auch ganz gut.

Und wenn wir schon dabei sind: lustigerweise ist das nicht mein einziges Problem. Ich dachte ja, dass es in Texas nie richtig kalt wird. Tja, am Freitag soll as aber an die Null Grad geben. Und am Wochenende haben wir eine Chance auf Schnee. Und was macht der Martin? Der hat sich überlegt, dass es eine wahnsinnig tolle Idee ist, im Dezember an See (“Lake Travis”)  zum Tauchen zu gehen (um meine Prüfung ab zulegen und Erfahrung zu sammeln). Da sind zwar noch ein paar andere verzweifelte Leute dabei, aber trotzdem: Herzlichen Glückwunsch.

Am 14 Dezember habe ich meine letzte Prüfung für dieses Semester. Danach geht es nach Chicago, New York und Tennessee. Ich bin mal gespannt wie das wird.

So, für heute ist es erstmal gut. Ich bin zu faul mir eine Notiz vorzunehmen und werde die nächste halbe Stunde, bevor ich ins Bett gehe (juhuu), noch damit verbringen mich vor jedweder Arbeit zu drücken.

Schöne Grüße aus Austin!

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Notes

Martin Becker | November 5, 2009

Und noch mehr:

  • Asiaten
  • Football Game
  • Water Skiing

Ich muss demnächt wirklich mal wieder einen Artikel schreiben. Wenn ich so weitermache wird der unendlich lang.

  • Haunted Tracks
  • Baking
  • Squash
  • Tower Melodie
  • Heulen wegen Noten ^^
  • Halloween (Party am Freitag, Polizei, Tanzabend)
  • SixStreet am Samstag! Smurfs!
  • Improkostüm
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Checklist

Martin Becker | October 28, 2009

Hier eine kleine Checkliste.

DSC_0716_small

  1. T wo girls, one tent and me – check.
  2. Girl asked me to touch her boob (and I should really get in there!) – check.
  3. Girl asked me to shower with her – check.
  4. Three girls in my bed – check.
  5. Six Asians and me in one car – check.
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Clean-Up-Day, Coast Trip und Klausuren

Martin Becker | October 26, 2009

Die letzten Wochen waren anstrengend und gleichzeitig total lustig. Ob beides zusammenpasst, wird sich noch weisen, denn neben viel zu vielen Gelegenheiten Spaß zu haben und auszuspannen, waren leider “Midterms”, also Zwischenprüfungen. Und die sind, bis auf die sehr, sehr großzügig korrigierte “undergrad” Klausur, meinem Gefühl nach, nicht sonderlich gut ausgefallen. Die Ergebnisse lassen noch auf sich warten.

Da wir schon beim Thema sind, können wir auch gleich die unangenehmen Dinge hinter uns bringen und über die Uni reden. Wie gesagt, die letzten beiden Wochen waren “Midterms”. Diese Woche muss ich mich durch irgendwelche Artikel über neuronale Netze und dynamische Optimierung kämpfen. Von neuronalen Netzen habe ich schon mal etwas gehört, aber von dynamischer Optimierung nicht den blassesten Dunst. Am Ende, also in zwei oder drei Wochen, soll ich dann ein Referat mit dem selbigen Thema halten. Das wird spaßig. Das Ganze wird auch nicht einfacher dadurch, dass ich mich beim Artikel suchen entweder wirklich doof anstelle, oder aber wirklich keine schönen, übersichtlichen Artikel zu dem Thema existieren. Vllt. fehlt mir aber auch nur das Hintergrundwissen. Mal sehen was dabei herauskommt und ob mich am Ende alle Professoren ob meiner Unwissenheit für unfähig erachten. Nächste Woche geht es dann richtig los mit einem Doppelpack Hausaufgaben und dem genannte Referat. Zusätzlich habe ich dann noch zwei Projekte im Genick sitzen. Juhuuu!

10233_986325862980_7938907_56026695_2611437_nJetzt aber zu den angenehmeren Dingen in und um das Deutsche Haus und glaubt es oder glaubt es nicht, aber zu den lustigsten Dingen gehört sicher der Putztag. Das ganze Haus hat Samstags um acht auf der Matte zu stehen. Erst gibt es Frühstück (Bagels und die merkwürdigsten Arten von Brotaufstrich – von Erdbeer bis geräucherter Lachs, war alles dabei) und dann geht es pünktlich um halb neun mit der Einteilung los. Um Neun wird dann geackert. Ich war im Kücheteam und habe mich (freiwiliig! *kopfschüttel*) der prähistorichen Kruste auf unseren Herdplatten angenommen. Wir haben einen Gasherd. Ein riesen Ding, das Tag ein Tag aus an ist. Dementsprechend macht das nie jemand richtig sauber. Am Ende waren wir (man hat sich meines selbstauferlegten Schicksals angenommen) mit Schleifgeräten und Sandpapier am Werk. Bis zum Mittagessen habe ich noch mit Meiseln hantiert. Das ging auch recht gut, nur leider waren die Dinger für Holz gedacht und nennen sich glaube ich deswegen auch anders. Auf jeden Fall waren die sehr schnell stumpf. Aber bis zum Mittagessen hatte ich zumindest eine von drei Herdplatten in vorzeigbarem Zustand. Auf die Idee Sandpapier und Schleifgerät zu verwenden bin ich da10233_986325942820_7938907_56026706_5744114_nnn kurz vor dem Mittagessen (ich glaube um eins) gekommen. Naja, erst gab es dann Mittag (VIEL VIEL PIZZA, und Softdrinks .. und Bier ;D) und dann ging es mit richtigen Werkzeugen ans Werk. Am Ende des Tages waren wir dann tatsächlich mit den Herdplatten fertig. Unter all den schwarzen Schichten (die mittlerweile schon wieder anfangen zu wachsen) war Silber zum Vorschein gekommen. Ein bisschen Seitenwände des Ofens schrubben war noch drin, dann war es aber auch schon Sechs, und wir am Ende unserer Kräfte. Sauber ist der Ofen aber immer noch nicht wirklich … juhu. Abends ging es dann noch zum Essen. Danach sind wir alle ins Bett gefallen, wenn ich mich richtig entsinne.

Das war vorletzte Woche. Letzte Woche war neben einer kleinen Fahrradtour und Kanu fahren nicht viel los. Diese Woche ging es dafür mit dem Segelclub an den Strand. Wir waren in Corpus Christi auf North Padre Island und haben dort gezeltet. Freitag um Sechs sind wir mit einiger Verspätung losgefahren und kamen dann in tiefster Nacht da unten an. Auf dem letzten Metern sind wir über Sand, direkt am Meer entlang gefahren und mussten einigen knapp meter-langen toten Fischen ausweichen. Es hat sich dann herausgestellt, dass wir wohl das Ende der “Red Tide” Session erwischt hatten. D.h., wenn ich das richtig verstanden habe, dass sich eine Algenart schalgartig vermehrt und damit Massen an Fischen tötet, die dann alle fröhlich ans Ufer gespült werden und zwischen denen wir dann Zelten durften. Dementsprechend hat das dann auch gerochen. Darüber hinaus haben sich wohl auf Gase entwickelt die jeden zum Husten gebracht haben. Wir hatten zwei äußerst angenehme Nächte. Die erste Nacht jedoch bestand nicht nur aus unangenehmen Überraschungen. Die Umgebung gestaltete sich nämlich post-apokalyptisch: Wie gesagt, wir kamen mitten in der Nacht an. Im Westen Dünen, im Osten das Meer. Von Norden her und bis etwas über den Mond hinaus, der im Westen etwas südlich stand, waren breite Flächen sternenklaren Himmels zwischen dramatisch geformten Wolkenfetzen zu sehen, während im wolken-verhangenen, dunstigen Südosten ein Gewitter tobte. Und unter diesen zerklüfteten Himmel brandeten Wellen gegen den Strand, die beim brechen blau und grün leuchteten. 21262152_b0f1efde07-715111So genug der Dramatik. Das Leuchten kam wohl von den Algen und wenn man durchs Wasser gelaufen ist, war alles um die Füße blau. Wir waren dann so verrückt und sich schwimmen gegangen (skinny dipping for the girls … crazy!). Das war das Tollste, was ich jemals erlebt habe. Alles um einen herum hat geleuchtet. Beim Schwimmen hat der ganze Körper geglüht. Die Hände und Füße am meisten. Wir haben uns dann in leuchtende Wellen gestürzt und uns gegenseitig mit Wasser bespritzt (hat irgendjemand eine bessere Formulierung hierfür?), dass beim Auftreffen angefangen hat kurz aufzuglühen. Alles im Allen war das wirklich Wahnsinn. Danach ging es zügig ins Bett, damit wir morgens möglichst früh zum Segeln kommen. Das stellte sich aber als Fehlkalkulation heraus, da wir einige wenige waren, die sich früh verabschiedet haben und dementsprechend war der Rest etwas später auf den Beinen. Zu allem Überfluss hat dann auch noch eines der Mädchen, die dabei waren, ihren Autoschlüssel verloren und den ganzen Prozess noch zusätzlich lahm gelegt. Blöderweise ist der Schlüssel, aber bis zum Schluss nicht aufgetaucht. Während der Wartezeit kam dann auch noch die Küstenpolizei, oder wie man die Beiden auch immer nenne mag, und hat ein paar von uns, die auf den Dünen gezeltet hatten, von dort verscheucht und auf Drogen kontrolliert. Dann hat uns einer der Beiden gezeigt wie man ein Auto aufbricht, ist aber dann daran gescheitert, dass der elektronische Fensterheber nur bei laufendem Motor (oder zumindest bei steckendem Schlüssel) funktioniert. Der andere hat den andern Teil unserer Gruppe wohl über Flut und Ebbe (“tide patterns”) aufgeklärt, was wohl nicht gerade auf Gegenliebe gestoßen ist. Naja, nett waren die trotzdem und haben keine Strafzettel wegen all den kleinen Vergehen verteilt, die wir begangen haben. Gut, als die Suche nach dem Schlüssel nach einem Höhepunkt durch eine “police line” (meine Idee, yay ;D … hat trotzdem nicht geklappt) als fruchtlos abgestempelt worden war, ging es dann endlich mit den Booten zur Bucht zum Segeln (am Strand waren zu viele Wellen). Wir haben dann den restlichen Tag damit verbracht, Boote (“Sunfishs” und “Lasers”) und Windsurf-Gerätschaften, sowie einen Catamaran zusammen zu bauen und zu segeln. Ich habe alles bis auf den Catamaran ausprobieren dürfen DSC_0682_small(Laser aber nicht alleine, dafür muss man erst auf einem “Sunfish” “ausgecheckt” sein …). Windsurfen war neben den Lasern das Beste. Das hat echt Spaß gemacht. Dann wurde zusammen gepackt, im “Visitor’s Center”  geduscht und schließlich in ein Restaurant eingefallen (“Snoopy’s”). Dort gab es fast nur fritierte Meeresfrüchte. Fritierte Austern waren der Höhepunkt. Schließlich ging es wieder in die Zeltstadt zum Lagerfeuer und zum Schlafen und, nachdem alles gepackt war, am Sonntag nach Hause. Auf dem Heimweg haben wir dann noch jemanden getroffen (Kyle!!!), der vorher berühmt berüchtig, war. Der hat es nämlich geschafft seine Coop “anzuttoasten” ;D. Der ganze zweite Stock war wohl ausgebrannt. Das Ganze hat sich nach Basteln von Kartonrüstungen und -schwertern zum “Battle Royal” mit einer befreundeten Coop zugetragen. Und zwar auf Grund einer “kollektiv vergessenen” Heißklebepistole. Armer Kerl. Zum Glück hatten die eine Versicherung.

Pumpkin CarvingAm Abend war dann noch “Pumpkin-Carving” und “Shining” schauen angesagt. Das war lustig. “Shining” kann ich allen empfehlen, die Horrorfilme mögen. Der Film war zu hart für mich ;D. Tja, und das Einzige, das mich jetzt noch vom Schlafen abhält ist ein notorisch schnurrende, reh-äugige Katze, die ich nicht aus meinem Bett kriege. Selbige werde ich morgen wohl lynchen müssen, weil ich, anstatt zu schlafen, diesen Artikel geschrieben habe. Bedankt euch bei der Katze. Gute Nacht!

PS: Ach ja, und letzte Woche habe ich eine Privatstunde in “SCUBA-Diving” bekommen. Es gab Extratraining in “Buoyancy Control” und ich war der Einzige, der aufgekreuzt ist. Aber das war wirklich auch Klasse. Unter Wasser schweben und in Spiralen schwimmen. Kopfüberstehen. Super, echt. Kann ich auch jedem nur empfehlen.

PPS: Diesmal sind das erste Mal ORGINALBILDER in den Posts. Ich werde ab sofort, alle Bilder mit rotem Rahmen versehen, die original (also von mir oder einer mir bekannten Person … außer Tiernahrung) und nicht aus dem Internet verlinkt sind.

Update: Beauty hat sich verzogen, ich kann ins Bett … juhuu (2.53 am … ich gehe morgen drauf). Meine Zimmergenossin ist im Nebenzimmer … mähhh.

Update: Ich habe noch ein Bild vom “Pumpkin Carving” hinzufügt. Der Kürbis ganz rechts ist meiner.

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CAML

Martin Becker | October 8, 2009

An alle meine Informatik – Kollegen: ES GIBT TATSÄCHLICH LEUTE DIE _CAML_ BENUTZEN !!! Ich glaub es einfach nicht:

http://www.cs.utexas.edu/department/webevent/utcs/events/schedules/GerardHuet/abstract

Und die trauen sich auch noch hierher … langsam bekommen ich Angst. Wenn ich das allerdings richtig verstanden habe, dann hat er die Sprache selber erfunden. Dann hat man irgendwie die moralische Verpflichtung sein Baby auch zu verwenden, schätze ich. Trotzdem irre. Vllt. hat der Wolf mehr drauf als wir alle dachten (obwohl wir das natürlich alle schon vermutet haben).

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Wochenende und alles zwischen drin!

Martin Becker | October 4, 2009

Das Rodeo letzten Freitag habe ich überlebt. Aber auch nur weil die mich nicht haben reiten lassen. Da gab es alles: Pferde-Rodeo, Bullen-Rodeo, Kälber-Mit-Lasso-Einfangen, Minibullen-Mit-Blosen-Händen-Umnieten und Horen-Von-Kindern-Auf-Arme-Kälber-Loslassen. Außerdem war um das Rodeo herum ein rießen Jahrmarkt. Scheint echt eine große Sache zu sein so ein Rodeo.

Beim Pferde-Rodeo war einer unserer Ex-Mitbewohner mit dabei und hat sich ganz gut geschlagen. Im Gegensatz zu einigen anderen ist er nicht vom Pferd gefallen. Er hatte dafür allderings keine so berauschende Punktzahl. Das ist übrigens lustig. Beim Rodeo gibt es zwei Schiedsrichter und sowohl das Pferd als auch der Reiter bekommen Punkte . Aber warum das Pferd jetzt genau Punkte bekommt, weiß ich im Moment nicht auswendig. Die binden den Pferden übrigens irgendetwas um die Weichteile, damit die so abgehen!

Bullen-Rodeo ist wohl das verrückteste was man machen kann. Unser Cowboy meinte zwar, dass es wohl nicht so kompliziert und anstrengend ist wie die Geschichte mit den Pferden, dafür machen es aber nur Irre und Kiffer, weil so gefährlich ist, wenn man erstmal vom Bullen runtergefallen ist.

Kälber-Mit-Lasso-Einfangen war nicht so spektakulär. Dass die Kälber aber kein Schleudertraume haben ist echt ein Wunder. Der Cowboy reitet mit seinem Pferd hinter dem Vieh her, schmeißt sein Lasso und zerrt dann so hart, dass es das Kalb in der Luft dreht. Dann hüpft er runter und fesselt es. Dabei versucht er nicht über seine eigene Lasso-Leine zu stolpern.

Minibullen-Mit-Blosen-Händen-Umnieten war dagegen schon lustiger. Das war das selbe wie Kälber-Mit-Lasso-Einfangen nur ohne Lasso. Hier haben die Kälber allerdings schon Hörner und der Cowboy slam-dunkt das Tier vom Pferderücken aus, packt es bei den Hörnern und begräbt es unter sich. Dann hat er gewonnen. Lustig ist es wenn er das Vieh verfehlt!

Horen-Von-Kindern-Auf-Arme-Kälber-Loslassen war bei weitem das härteste. Da haben sie alle Kiddies unter zwölf auf den Platz geholt. Haben denen gesagt, dass sie was bekommen, wenn sie die roten Schleifchen vom Hintern der Kälber pflücken und los gings. Eine Horde von Kindern auf drei oder vier Kälber. Texas rockt! ;D Harte Amies.

Ach ja und ab und zu sind mal so ein paar Mädels auf Pferden über den Platz geritten. Habe vergessen, wie die heißen. Ausserdem war da noch so ein Komiker unterwegs, der die ganze Zeit dumme Sprüche gedrückt hat, die Zeit während des Bullen-Rodeos in einem Metalfass verbracht hat und gegen Ende (ungeplant! – das war dann wenigstens mal lustig) sein Gefährt mitten auf dem Platz hat liegen lassen. Das musste dann abgeschleppt werden, weil es nicht mehr angesprungen ist. Aber wo, wenn nicht in Texas, ist ein Traktor innerhalb von zwei Minuten aufzutreiben? Ach und einen guten Spruch über Schwarze und bunte weiße hat er losgelassen. Das wars dann aber auch schon.

Am Samstag war dann Hausparty. Ein rießen Ding. Wir haben mehrere Stunden aufgebaut. Teile des Hauses abgesperrt und am Ende waren dann locker 150 Mann oder mehr in unserem Haus. Wahnsinn ;D War echt lustig. Am nächsten Tag war ich aber dafür richtig fertig.

Sonntag bzw. für Montag war dann Kochen angesagt. Ich habe dann erstmal herrausgefunden, dass ich keine Dosenbohnen, sondern trockene bekommen habe (war ich aber selbst Schuld … hab die Bohnen in die falsche Spalte der Einkaufsliste geschrieben ;D). Die durfte ich dann einweichen und kochen. Eigentlich hätte ich die auch waschen und sortieren müssen, aber naja. Ich bin dann am Sonntag aber nur zum Kräuterbutter machen gekommen und musste wegen des Einweichens dann Montag früh aufstehen. Schonmal um 7a.m. in der Küche gestanden und Zwiebeln geschnitten? Maaaaan! Mein Chili ist trotzdem super angekommen, dank dem Rezept von guten Freunden. Die Kräuterbutter ging auch weg, obwohl ich die Hälfte des Hausaufgebots verbraucht habe (oder vllt. gerade deswegen!?).

Mittwoch ist dann eine super tolle Mitbewohnerin (Sara Monge!!!) nach Hause aufgebrochen. Die werde ich sehr vermissen. Das Haus wird um einiges ruhiger ohne Sie sein!

Heute (Samstag) waren wir in San Marcos und haben uns die Natural Bridge Caverns, eine Tropfsteinhöhle mit der größten Aushölung (oder wie sagt man?) in ganz Texas angesehen. “Everything is bigger in Texas!”. Und sind hinterher in Outlet-shoppen (Prime und Tanger Outlet – megarießig) gegangen. Ich habe mir sogar was gekauft! Fast ganz alleine (eine Hose, einen Pulli, zwei T-Shirts, Schuhe und Socken ;D das muss jetzt für eine Weile langen … so ein bis zwei Jahre?).

Gut, jetzt schau ich mir glaube ich Ratatouille an. Mal schauen, ob es auf Englisch besser ist.


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Cluster Computing und Rodeo

Martin Becker | September 25, 2009

Haben wir sowas in Wuerzburg? Wir koennen hier Programme, die ewig dauern, auf in ein “cluster” legen. Der verteilt das dann auf irgendwelchen Uni-Rechnern oder legt es auf einen fetten IBM Mastodon Rechner und wir duerfen nach Hause :D Und das darf jeder Depp. So wie ich^^ Juhu:

http://www.cs.utexas.edu/facilities/accommodations/condor/

http://www.cs.utexas.edu/facilities/accommodations/condor/mastodon/

http://www.cs.utexas.edu/facilities/accommodations/condor/node_status/

Wie cool ist das denn? Der rechnet mit einer Geschwindigkeit, das macht Spass :D

Und spaeter geht es auf ein Rodeo. Yehaa. Einer unserer ehemaligen Mitbewohner ist ein Cowboy. Der reitet heute abend. Wenn ich Glueck habe, ist noch ein Platz im Auto frei und ich darf mit.

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The Bible Says …

Martin Becker | September 23, 2009

OK, heute war ich unterwegs zur Uni. Auf dem Weg stand da so ein Typ in Lederjacke auf einer Mauer mit einer Bibel in der Hand und hat Sachen gerufen wie: “… the bible says, we owe a dept we can not pay …” inmitten von den ganzen Studenten die in die Uni oder aus der Uni kamen.

Als wir letzten Samstag unterwegs zur Congress Bridge durch die Menschenmassen gelaufen sind, standen da auch Leute mit selbstgebauten weissen Kreuzen und Bibel und haben auf Leute eingeredet.

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Austin IS Weird

Martin Becker | September 22, 2009

Informatik ist hier ganz schön bitter. Wenn man nicht schon ein Kellerkind ist, wird man zu einem umerzogen. Erstens haben die ihre Cip-Pools in Kellern und zwar in unheimlichen, unaufgeräumten Kellern in denen noch halb aufgebaute Versuche von irgendwelchen Physikern stehen, die wohl bei deren Ausführung an Ort und Stelle ums Leben gekommen sind. Und zweitens sind alle Programme, die man für die Hausaufgaben braucht (Matlab und irgendwelches selbst zusammen geschusteres Zeug),  grundsätzlich nur auf den Dungeon-Rechnern verfügbar. Zusätzlich sind das natürlich auch keine einfachen Sachen, die man da zu tun hat. An Wochenenden sitzen da grundsätzlich ein paar nette Inderinnen und Inder und ich beim Hausaufgaben machen. Ich zum Glück nicht mehr so oft, weil ich die arbeitsaufwendigste Klasse geschmissen habe …

Auf jeden Fall versucht man diesen Indoktrinierungsversuchen auf Biegen und brechen zu widerstehen – die kriegen mich nie! – und plant sein ganzen Wochenende voll. Am Samstag war nach fuenf Stunden endlich Schluss. In Austin gibt es eine Brücke (die Congress Bridge) fast mitten in der Stadt, unter der gute 1,5 Millionen Fledermäuse wohnen. Und die Tierchen kommen abends alle gleichzeitig auf den Gedanken: “Jetzt hamma aber Hunger!” und düsen los und mampfen fuenf mal ihr eigenes Körpergewicht. Das ist mal ein Leben: den ganzen Tag penne und abends ausfliegen und essen. Nicht schlecht! Mein eher jämmerlicher Versuch mit den ganz Grossen mit zu halten bestand darin, ein paar Bekannte zu treffen (Jasen aus Singapur, Sabrina und Jessica aus Deutschland). Denen habe ich dann ihr Picknick weggefuttert. Die verrückten Fledermäuse hat das aber nicht interessiert. Die sind fröhlich alle in einem Aufzug losgeflogen. Allerdings waren nie alle weg. Entweder die beschummeln und fliegen im Kreis, oder die haben es wirklich schön kuschelig unter der Brücke. Der Strom an Fledermäusen ist nämlich nicht abgerissen. Und wir haben denen locker eine halbe Stunde beim Losfliegen zugesehen und es waren immer noch nicht alle draußen. Irre! Ein kleiner Tipp: auf der Brücke sieht man die Fledermaeuse um einiges besser als unter der Brücke. Nur muss man dann leider auf die gemütlich Wiese verzichten und sich an die Brückenbrüstung stellen.

Um runter an die Brücke zu kommen, muss man sich durch die komplette Stadt kämpfen. Und es war ein Kampf. Am selben Tag war nämlich auch ein Football-Spiel gegen die einzige Mannschaft, gegen die Austin in der letzten Session verloren hat (Austin ist übrigens auf Rang Zwei der College-Football-Teams!). Dementsprechend war ordentlich was los. An jeder Ecke stehen dann irgendwelche Leute auf irgendwelchen Parkplätzen mit Fernseher und allem drum und dran und grillen (“tailgating”). Und das schon am Vorabend! Wir haben versucht uns am Stadion vorbei Richtung Fluss durch zu schlagen, aber die Strasse war so voll mit Menschen, dass es kein Durchkommen gab. Und überall orange. Die Farbe der Uni hier ist Orange und die ganze Stadt war orange. Da fühlt man sich richtig schlecht mit seinem schwarzen ADIDAS-Shirt und blau karierten Hosen.

Nach unserem Brückenbesuch haben sind wir dann noch in eine Bar (Posse’s – die gibt es angeblich schon seit den 60gern und jeder geht da hin … naja) und haben uns das Footballspiel zu Ende angesehen. Der Witz bei der Sache ist, dass die schon um 19oo angefangen haben. WIr waren dann um halb zehn dort und die waren noch lange nicht fertig. Die haben nach jedem Spielzug (1-5 Minuten) Werbung. Eigentlich ist ein Spiel nach 60 Minuten aus. Durch den ganzen Werbekram dauert dann aber ein Spiel mal locker vier Stunden.

Am Sonntag war dann auch noch freier Eintritt in alle Museen. Wir waren im Austin Art Museum, im Mexican Museum und im Austin Nature and Science Center. Und trotzdem war ich fuenf Stunden im Programmier-Dungeon! Viel auf die Reihe gebracht habe ich trotzdem nicht.

Heute war ich schon etwas produktiver. Angefangen hat der Tag mit meiner ersten Tauchklasse in voller Ausrüstung. Wir haben die meiste Zeit unter Wasser verbracht. Das ist so cool, wenn unter einem und über einem Leute schweben. Kann ich nur empfehlen ^^

So jetzt ist es aber gut. Der letzte Absatz war schon relativ unmotiviert, also höre ich lieber auf für heute.

Viele Grüße aus Austin !!!

Nachtrag: Am Anfang des Semesters haben wir einen Typen getroffen der im “Capitol” arbeitet. Da kann man nur wenn man den Schlüssel hat ganz nach oben und er hatte den Schlüssel. Das war wirklich cool. Wenn ich mal die Bilder habe (ein paar sind auf facebook), stell ich hier ein paar rein, wenn ich dran denke.

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